Merkel bei Will: Es ging um die Wiedererlangung von Kontrolle, um renitente Ministerpräsidenten, und den Platz in den Geschichtsbüchern

Diese vorletzte Märzwoche wird wahrscheinlich in die Geschichtsbücher eingehen als die Woche, in der die Union ihren Volksparteistatus verlor. Denn einerseits war die Inzidenzrate von handfesten Skandalen enorm: Es gab eine erste Festnahme im Falle des Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann. Es kam heraus, dass Peter Gauweiler 11 Millionen in seiner Zeit im Bundestag verdiente. Und dass Joachim Pfeiffer sein Wahlkreisbüro an ein Honorarkonsulat untervermietete, und dessen Land ihm im Gegenzug lukrative Aufträge verschaffte. Für eine Law-and-order Partei ist das eine Glaubwürdigkeitskatastrophe.

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Merkels Selbstkorrektur zur Osterruhe – Interview Berliner Zeitung

Entschuldigen ist wichtig und in manchen Situationen absolut notwendig. Doch ganz so einfach kommt eine Entschuldigung nicht über die Lippen, gerade wenn sie Folge eines so schwerwiegenden Fehlers ist, wie ihn Bundeskanzlerin Merkel mit der Osterruhe beging. Im Interview mit der Berliner Zeitung beschäftige ich mich mit den psychologischen Aspekten dieses Eingeständnisses. Und ja, auch ich musste mir gestern einen Fehler eingestehen. Welcher das war, ist am Ende des Interviews zu lesen.

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Die Krise der Union ist mehr als nur eine Krise der Union

Die Christlich-Demokratische Union (CDU) ist, das haben die Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Würtemberg und Rheinland-Pfalz, aber auch die Kommunalwahlen in Hessen gezeigt, in einer schweren Krise. Allerdings ist diese Krise tiefer und andauernder, als die unmittelbaren Ereignisse es erahnen lassen. Diese Krise begann schon deutlich vor der Coronakrise, und sie sorgt dafür, dass die Partei, welche für sich das Kanzleramt wie selbstverständlich beansprucht (von Lucke: 2015), genau dieses im Herbst verlieren könnte.

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